Ungewöhnlich
Deutsche Wissenschaftler entwickeln eine Alternative zu Kautschuk
Warum sollte man nicht, anstatt ganze Wälder von Gummibäumen abzuholzen, diese langsam wachsenden Bäume durch andere, weniger seltene Pflanzen ersetzen? Deutschen Forschern ist genau das vor kurzem mit … Löwenzahnsaft gelungen.
Um den Druck, der durch die Kautschukgewinnung auf den Bestand der Gummibäume ausgeübt wird, zu verringern und die mit der Gewinnung dieses viel verbrauchten Produkts verbundenen CO2-Fußspuren zu reduzieren, kamen deutsche Forscher des Aachener Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie (IME) auf den Gedanken, Gummibäume durch Saft von … Löwenzahn zu ersetzen. Um ein Endprodukt von ausreichender Verarbeitungsqualität zu erhalten, mussten sich die Wissenschaftler etwas einfallen lassen, um die spontane Polymerisierung des Saftes dieser Pflanze, die jeder in seinem Garten finden kann, zu verhindern. Das ist ihnen durch die Deaktivierung des Enzyms gelungen, das für die unmittelbare Polymerisierung des Saftes zuständig ist. Deshalb sind sie heute guter Hoffnung, bei jeder Ernte zwischen 500 und 1.000 Kilo Latex pro Hektar aus einer schnellwüchsigen Pflanze gewinnen zu können, die unsere Gärten bevölkert.
http://www.fraunhofer.de/presse/presseinformationen/2009/09/GummiAusLoewenzahn.jsp
Alte Kleider werden in Treibstoff verwandelt
Was tun mit zerschlissenen Klamotten, die von den Sammelstellen wie «Terre» und «Les Petits Riens» nicht mehr angenommen werden? Am besten, man speist sie in das Energiegewinnungssystem ein, das von einem schwedischen Forscher entwickelt wurde. Dann bleibt nur noch abzuwarten, bis das Verfahren sie in einen alternativen Treibstoff verwandelt hat.
In Schweden entwickelte an der Universität von Borås eine Gruppe von Forschern unter der Leitung von Professor Mohammad Taherzadeh ein Verfahren für die Gewinnung von Biogas aus alten Kleidern. Das so gewonnene Gas lässt sich für die Produktion von Elektrizität und Wärme verwenden, aber auch als Treibstoff. So kann mit einem Kilo Jeans innerhalb von wenigen Tagen ein halber Liter Ethanol erzeugt werden. Bei einer auf einige Wochen verlängerten Frist kann man sogar hoffen, 300 zusätzliche Liter zu gewinnen. Die Verwendung von alten Kleidern als Quelle für die Produktion von alternativen Treibstoffen ist nur eine von vielen Möglichkeiten. So lässt sich Treibstoff beispielsweise auch aus Kartoffeln, Meerwasser oder sogar aus Urin herstellen ...
http://www.adm.hb.se/~mjt/